Alfa-Telefon aufgeschaltet!

Das Alfa-Telefon Schweiz – die Helpline zu Bildungsangeboten für Grundkompetenzen und Nachholbildung in der Deutschschweiz ist nun unter der Nummer 08000800 11 aufgeschaltet. 

Das Alfa-Telefon ist ein kostenloses Beratungstelefon (c), welches sich an Personen mit oder ohne Migrationshintergrund richtet, die nicht über ausreichende Kenntnisse einer unserer Landessprache verfügen, ein schulisches Nachholbedürfnis aufweisen oder eine unvollständige oder nicht allgemein anerkannte Berufsausbildung haben. Das Projekt hat als Ziel, die Betroffenen zu motivieren und zu unterstützen, ausreichende Kenntnisse unserer Landessprache zu erwerben, eine anerkannte berufliche Grundbildung zu absolvieren oder eine abgebrochene Lehre wiederaufzunehmen. In der Beratung werden zudem Massnahmen aufgezeigt, um im Beruf zu bleiben oder den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu finden. Die Interessierten werden von qualifizierten und geschulten Personen zielgerichtet auf entsprechende Bildungs – und weiterführende Beratungsangebote in der Region, Kurskosten sowie Finanzierungsmöglichkeiten hingewiesen.

Das Alfa-Telefon ist ab sofort unter der Nummer 08000800 11 aufgeschaltet.

Grundbildung für alle

Wer die Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Alltagsmathematik nur unzureichend beherrscht, ist bei der Arbeit und im Alltag stark benachteiligt.

Daher beauftragte die SAGS im Jahr 2015 das Institut gfs-zürich im Hinblick auf den internationalen Tag der Alphabetisierung (8. September) beauftragt,  in der Deutschschweiz eine repräsentative Umfrage unter der erwachsenen Bevölkerung durchzuführen. 

Die Mehrheit der Befragten sieht als wichtigsten Grund des Illettrismus die soziale Herkunft. Daraus ergibt sich eine Verantwortung der gesamten Gesellschaft. Abhilfe schaffen kann, gemäss Einschätzung der Befragten, eine Helpline für Betroffene mit Lese- und Schreibschwäche. Da will die SAGS ansetzen.

Kursanbietende Institutionen haben diese Problematik längst erkannt und bieten seit Jahren Kurse für Deutschsprachige sowie für Personen mit Migrationshintergrund an.

Auch der Gesetzgeber sieht mittlerweile die Förderung von Grundkompetenzen bei Erwachsenen als eine Aufgabe im öffentlichen Interesse.

Die grösste Herausforderung besteht jedoch nach wie vor darin, die heterogene Gruppe der betroffenen Personen zu erreichen und sie zu motivieren an den Weiterbildungsangeboten teilzunehmen.

An diesem Punkt setzt die Tätigkeit der Stiftung SAGS ein.

Mit gezielten Kampagnen für einzelne Personengruppen (Beispiel Jugendliche) soll die dringend notwenige Erreichbarkeit gesteigert und die Motivation für einen Kursbesuch erhöht werden.

Als institutionell unabhängige Beratungsinstanz (ALFA-Telefon) hilft sie im heutigen Angebotsdschungel den passenden Kurs zu finden und individuelle Einstiegshürden zu überwinden.

Damit leistet die SAGS einen konkreten Beitrag, dass die Kluft zwischen den Menschen, die den Anforderungen der heutigen Informationsgesellschaft gewachsenen sind und jenen, die es noch nicht geschafft haben, stetig kleiner wird.

Die Preisverleihung des Schreibwettbewerbs zum Thema "sprachlos" am Tag der Alphabetisierung

Die Sieger des von der Stiftung SAGS für Jugendliche organisierten Schreibwettbewerbs sind erkoren. Zwei junge Frauen und ein junger Mann nahmen nach der Preisverleihung in Zürich am Unesco – Welttag der Alphabetisierung auf dem Podest Platz. Zuoberst stand Isabelle Pfister mit der Kurzgeschichte „26 Jahre ohne“. Sie beschreibt in ihrer Geschichte eindrücklich die Lebenssituation eines Analphabeten, in den die Protagonistin sich verliebt. Die Sprachlosigkeit führt schliesslich dazu, dass zwei sich liebende Menschen sich nicht mehr finden können.

Zur Zweiten ernannte die Jury - die Schriftstellerin Katja Alves und ihr Kollege Jens Steiner - Asanaj Miradja. Die soziale Situation und ihr Umfeld machen in ihrer Geschichte eine junge Frau sprachlos. Die kurze Erzählung in einer nüchternen Sprache berührt zutiefst.

Rang drei für Noah Bommer: Seine Hauptfigur Tomas verliert die Sprache. Das führt zu neuen Problemen, zu Ausländerhass, Erpressung und Unsicherheiten, bis aus der Sprachlosigkeit nur noch Schreien vor Wut möglich ist – und der Autor selbst verstummt.

Auch die weiteren Preisträgerinnen und Preisträger können in einer breiten Palette – von RapGedichten bis Liebesgeschichten - überzeugen. Wie Elisabeth Derisiotis, die Geschäftsführerin der Stiftung SAGS, unterstrich, berühren viele der eingesandten Werke der Jugendlichen mit dem unterschwelligen autobiografischen Hintergrund. Die Zürcher Kantonsrätin Monika Wicki, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule für Heilpädagogik, betonte in ihren Eröffnungsworten in der von Giovanni Gorla musikalisch untermalten Feier, dass die gesamte Gesellschaft in der Pflicht steht, „sich verständlich und einfach auszudrücken“. 

Einige Impressionen der Preisverleihung

Aktuell

Alfa-Telefon aufgeschaltet!

Das Alfa-Telefon ist ab sofort unter der Nummer 08000800 11 aufgeschaltet.

Schreibwettbewerb

Hier finden Sie die Texte der Gewinnerin des Schreibwettbewerbs, Isabelle Pfister, der Zweitplatzierten, Asanaj Miradije und des Drittplatzierten, Noah Bommer

Umfrage gfs-zürich

Umfrage gfs-zürich zum 8. September 2015
Die Bevölkerung möchte eine telefonische Helpline
Pressemitteilung

Umfrageergebnisse Omnibusbefragung 2015:
Grafiken
Tabellen
 

Spenden

Wir freuen uns über jede Spende zur Unterstützung unserer Stiftung. Infos

Links

Besuchen Sie die SAGS jetzt auf Facebook!

 

Hier finden Sie weitere interessante Websites zum Thema.